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125 Jahre Chorgemeinschaft

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Von Ute Plückthun

 

160 Sänger sowie hervorragende Solisten waren auf dem Küffnerhof in Langenbeutingen-Neudeck zu hören.

Langenbrettach - Klotzen oder kleckern?": Das war die Frage, vor der der Liederkranz Langenbeutingen mit  seinem Chorleiter Cornelius Weller zum 125. Jubiläum stand. Die große Variante erhielt den Zuschlag: Die  Carmina Burana von Carl Orff sollte es sein. Die Proben der vergangenen acht Monate haben sich ausgezahlt:  Mit minutenlangem tosendem Applaus und stehenden Ovationen bedachten die 900 Zuhörer die ausverkaufte  Aufführung auf dem Neudecker Küffnerhof.

Lob "Großartig", urteilte die Waldenburgerin Hildegard Hage, sichtlich angetan von der Darbietung, an der der  Männergesangverein Gailenkirchen, die Chorgemeinschaft Langenbeutingen, der Gemischte Chor Obersteinach  und die Stadtkapelle Crailsheim gleichermaßen erfolgreichen Anteil hatten: "In Wien oder Salzburg hätte es  nicht besser sein können." Ihr Mann Ruprecht bekräftigt: "Das war fehlerfrei, überhaupt keine Dissonanzen."

Nicht nur die Kulisse von knapp über 160 Sänger und Sängerinnen sowie 60 Instrumentalisten war beeindruckend. Auch die bunte Sammlung mittelalterlicher Frühlings-, Tanz- und Liebeslieder, die alle   Bühnenakteure gekonnt umsetzten, zog das Publikum vom ersten Ton an in ihren Bann. Selbst höchste Soprantöne meisterten die Chorsängerinnen scheinbar problemlos, und die chorgewaltige Fülle der Gesangsstimmen schuf immer wieder einen einzigartigen, mitreißenden Gesamteindruck. Dabei brillierten insbesondere die Solisten mit Maren Julia Fischer (Sopran), Joaquin Asiain (Tenor) und Johannes Mooser (Bariton). Sie sorgten für feinsinnige Interpretationen, die immer wieder verdient mit Zwischenapplaus belohnt wurden.

Nach den Weihnachtsferien hatten für die Chorsänger aus Langenbeutingen, Gailenkirchen und Obersteinach die intensivierten, aber noch getrennt ablaufenden Proben bei ihrem gemeinsamen Leiter Cornelius Weller begonnen. Nur zweimal war im großen Kreis geprobt worden: an einem Chorwochenende in der Langenbrettacher Talhalle und zusammen mit der Stadtkapelle Anfang Juli in Crailsheim.

Das Üben mit dem Blasorchester hatte Franz Matysiak übernommen, während an den Aufführungen Cornelius Weller die Gesamtleitung hatte. Immerhin verfügt der studierte Musikwissenschaftler, Theologe und zukünftige Realschullehrer über viel Erfahrung als Chorleiter und als Juror beim Blasmusikverband. "Sie waren alle sehr gut", lobte Hannelore Weber Chor, Solisten und Orchester gleichermaßen. Vor allem der "einmalige Anfang" mit Hymnen an Fortuna beeindruckte die Beilsteinerin.

Gute Akustik Nach der Premiere am Vortag in der mit Zuhörern ebenfalls bestens besetzten evangelischen Stadtkirche St. Johannes in Crailsheim stellte der Neudecker Küffnerhof in Langenbrettach den zweiten Aufführungsort dar. "Die Akustik ist hier fast noch besser als in der Kirche", sagte Siegfried Biedermann und lobte die heimischen Lokalitäten. Biedermann ist Vorstand der Chorgemeinschaft Langenbeutingen.

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